Personelles
2012-01-17 in Aktuelles
Nach einigen Einführungsveranstaltungen zur Organisationsstruktur der Stadt Osnabrück und den Weiterbildungsmöglichkeiten fand am 07.12.2011 meine erste Sitzung des “Organisations-, Personal- und Gleichstellungsausschusses” statt.
Im Vorfeld hatte ich mich bereits gefreut, bei der Losung der Sitzverteilung diesen Ausschuss erwischt zu haben – schließlich fallen alle Themen zu eGovernment, OpenData und anderen IT-Inhalte in dessen Zuständigkeit. Außerdem sind die mehr als 2500 Mitarbeiter der Stadt (davon 447 Beamte) bei den Haushaltsdebatten ständig im Fokus der Aufmerksamkeit um potentielle Einsparungsmöglichkeiten.
Die Vorstellungsrunde der zehn Ratsmitglieder und elf Vertreter aus der Verwaltung war schnell vorüber. Den meisten Anwesenden war von vorneherein klar, dass ich mich als Pirat besonders bei den technischen Themen einbringen möchte. Ich gab sofort zu verstehen, dass ich mich – als nunmehr über zehn Jahren in der Privatwirtschaft beschäftigter Angestellter – im öffentlichen Tarifdschungel auf Neuland begebe. Diese Lücke können andere Ratsmitglieder, die in Gewerkschaften und Betriebsräten tätig sind, mehr als kompensieren. Dafür habe ich bei den Piraten sehr viel über Gleichstellungspolitik erfahren – manchmal mehr als mir lieb ist
Unsere liberale Kultur hat schließlich viele interessante Menschen angezogen, die mir die Mängel einer überholten, plakativen Schwarz-Weiß-Quotenpolitik klar aufgezeigt haben.
Inhaltlich gab es nicht viel zu tun. Zwar standen 10 öffentliche und 13 nicht-öffentliche Tagesordnungspunkte auf der Einladung, aber dies war nur der “Grundstruktur” der Sitzung geschuldet. Die nicht-öffentlichen Punkte sind dabei keine intransparente Hinterzimmerpolitik, sondern lediglich Personalfragen. Hier werden die persönlichen Interessen der Betroffenen durch das BDSG berücksichtigt. Beispielhaft könnte man die detaillierten Bewerbungen um Schulleiterposten anführen. Schließlich sind wir noch zur Vorbereitung für den entscheidenden Verwaltungsausschuss die neu zu besetzenden Stellen durchgegangen. Für mich ist dabei spannend zu sehen, welche Folgekosten Projekte wie z.B. Remarques Impressionisten auf personeller Ebene mit sich bringen.
Nachdem uns der vertrauliche Dienstpostenbewertungsplan und Stellenverteilungsplan ausgehändigt wurde, werde ich in Zukunft ein genaues Auge auf die Personalkosten werfen können. Aber ich möchte ebenfalls nicht unerwähnt lassen, dass ich positiv überrascht bin von den Qualifizierungs- und Prüfungsmaßnahmen, die bereits in Osnabrück etabliert wurden. Die Personalentwicklung läuft hier in meinen Augen strukturierter ab, als in vielen Teilen der Privatwirtschaft.
